 | Österreichs Weg in die EU |
Zielgruppe: Sekundarstufe I (AHS und Hauptschule) 4. Klasse
Lehrplanbezug:
Lehrplan Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung für die Sekundarstufe I (AHS und Hauptschule), 4. Klasse: Europa und die EU; politische Mitbestimmung und Mitverantwortung Österreichs in der EU.
Lernziele:
In diesem Modul steht die Erweiterung der politischen Sachkompetenz im Vordergrund. Die SchülerInnen sollen anhand von Filmen den Weg Österreichs in die EU bis hin zum Beitritt kennen lernen und Einblicke in das Spannungsfeld gewinnen, durch das dieser Weg führte. Da sie dazu Filme und Plakate analysieren müssen, erwerben sie auch politische Methodenkompetenz. Die Schlusssequenz bietet Gelegenheit, ihre Urteilskompetenz zu schulen, indem sie sich mit einzelnen Positionen der Parteien zu EU-Fragen und dem Verhältnis Österreichs zur EU generell auseinandersetzen.
Annäherung an das Thema:
Glauben wir den Umfragen, dann ist die "Klimakatastrophe" schon längst eingetreten, eine Besserung nicht in Sicht. Denn auch im April 2009 hält das "Eurobarometer" wieder unerfreuliche Werte für Österreich bereit. Hierzulande begründen 35 Prozent derjenigen, die nicht an den Wahlen zum Europäischen Parlament am 7. Juni teilnehmen wollen, ihre Haltung damit, allgemein "gegen Europa, die Europäische Union oder die europäische Konstruktion zu sein", berichtet der Standard am 15. April 2009. Und: "Nur 21 Prozent der Österreicher wollen zur EU-Wahl gehen. Im Vergleich zu den anderen EU-Staaten liegt Österreich damit an vorletzter Stelle." Da überrascht es, mit welchen Spitzenwerten Österreich bei der Volksabstimmung über den EU-Beitritt geglänzt hat, sowohl hinsichtlich der Wahlbeteiligung als auch hinsichtlich der Zustimmung der Bevölkerung. Wie ist das zu erklären? In diesem Lernmodul wenden wir uns der Frage zu, wieso die Zustimmung so groß war. Viele SchülerInnen werden weder vom EU-Barometer noch von der anfänglichen Begeisterung je gehört haben, wohl aber "Stimmungen" spüren können. Hier hat die Politische Bildung die Aufgabe, eine Klärung herbeizuführen, welche Motive hinter Zustimmung oder Ablehnung stehen. Authentisches historisches Material, wie Filme oder Plakate, sind dazu geeignet, einiges zu erklären, sofern sie mit der nötigen kritischen Distanz "gelesen" werden. Dazu will dieses Lernmodul anregen.
Unterrichtsablauf:
Das Lernmodul setzt sich aus fünf Unterrichtssequenzen zusammen, die den Prozess nachvollziehbar machen, der zum Beitrittsansuchen und schließlich zum Beitritt geführt hat. Die Einstiegssequenz setzt ein großes Fragezeichen, das in der Schlusssequenz schon viel kleiner geworden sein sollte, sodass dann auch die Frage nach der Aktualität damaliger Motive für die Entscheidung pro bzw. kontra EU gestellt und eine Verbindung zur unmittelbaren Gegenwart, zum EU-Wahlkampf, hergestellt werden kann. In den drei mittleren Unterrichtssequenzen wird anhand von audiovisuellem Material, ergänzt durch erläuternde Texte, einiges an Erklärung geboten, welche die SchülerInnen allerdings nicht auf dem Präsentierteller serviert bekommen, sondern sich erarbeiten müssen: In der Unterrichtssequenz 2 lernen sie über Film und Text zunächst einmal die historische Entwicklung kennen, während in den Unterrichtssequenzen 3 und 4 anhand ausgewählter Materialien die Motive der BeitrittsgegnerInnen und -befürworterInnen in den Blick genommen werden.
Erforderliche technische Hilfsmittel:
Die Arbeit mit digitalen Quellen setzt voraus, dass den SchülerInnen Computer zugänglich sind; für die zweite Unterrichtssequenz ist darüber hinaus ein Beamer (Projektor) sehr hilfreich.
Unterrichtssequenzen:
Einführung:
Vertiefung:
Schluss:
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